K Ü N S T L E R - T I P P
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Künstler 11/08

Christian Aumüller

Eine magische Verbindung von realen und unrealen, verzaubert durch erotisches Detail.
"ein Erschaffen von Zwischenwelten"

Seine Werke sind einerseits berauschend und voll von Magie, denn sie verkünden von unentdecktem und fantastischem Erleben. Andererseits erlebt man seine Werke sehr nüchtern und real, in denen man sich beinahe schon selbst begegnen kann. Hinter seinen Werken steht die Absicht, scheinbar nicht existierende Schwingungen wahrzunehmen, sodass diese sich deren Natur nach, in ihrer Existenz sich manifestieren.

Zu seiner Leidenschaft gehört, "nicht Existierendes" und somit unerlebtes darzustellen, um somit die "Existenz" Dessen zu beweisen. Deren Folge ist, dass das was er "die Zwischenwelten" nennt, eingeleitet wird, und durch prägnante Formen und lebendige Farben ihren Ausdruck erhalten.

Erwähnenswert ist auch seine Liebe die der erotischen Darstellung gilt, dem weiblichen abstrakten Akt, der wieder meist im surrealen seine Vollendung findet. Auch betastet er damit ein vom Menschen umstrittenes Tabu, das oft verleugnet wird.
Die geheimen Ängste, Sehnsüchte, Träume, Hoffnungen und Begierden, ein Aufbegehren, so wie er meint, das unser Wesen bestimmt. Zuletzt ein gelungener Ausdruck, der sich in seinen Bildern, Zeichnungen, Fotomontagen und Gedichten wieder spiegelt.

http://christian-aumueller.jimdo.com/

 

Künstler 10/08

Klaus Schneider

Wann eine Arbeit abgeschlossen ist, erkenne ich zunächst "mit dem Bauch", das heißt, ich spüre einen eindringlichen emotionalen Dialog. Abschließend spielen formale Kriterien die bildnerisch führende Rolle.

Dass ich nicht zu den Künstlern gehöre, die einen mehr oder weniger erfolgreichen "Stil" unnachgiebig durchhalten, um ihre Individualität und Unverwechselbarkeit zwingend unter Beweis zu stellen, befriedigt mich.

Kunst sollte immer authentisch sein, nicht spekulativ oder opportun. Wenn mir jemand sagen würde, ich hätte mich in den vergangenen dreißig Jahren kaum verändert, würde mir das überhaupt nicht gefallen.

Kunst kann schön sein, muß aber nicht schön sein.

Oft werde ich gefragt, warum meine Arbeiten nicht farbiger und heller sind. Meine Antwort: meine Bilder sind Dramen. Die Kausalität zwischen Motiv und Darstellung muß logich und konsequent sein.

http://www.klaus-schneider-maler.de

 

Künstler 09/08

Mag.art. Eisl Sylvio

Skulpturen in Marmor, Holz und Bronze, Großskulpturen
Die Bildhauerei erweitert die Spannungselemente des Grafikdesigns und erlaubt eine veränderte Wahrnehmung der Form. Die Philosophie von Raum und Dimension steht im Mittelpunkt.

Fern der hektischen Werbewelt erfolgte der konsequente Weg in die Bildhauerei. Ruhe und Natur sind Quelle der Inspiration; so wird Bildhauerei zur Leidenschaft. Sylvio Eisl's Credo: „Realität kreativ
verändern".
In all seinen Arbeiten sind immer organische Formen zu finden, die für die > Schönheit in der Form stehen...und: die Konflikte bei der Entstehung eines Kunstwerkes und deren Bewältigung beflügeln die Kreativität.

http://www.sylvio.com/

 

Künstler 08/08

Wolfgang Rehor

geb. in Wien, Besuch der Wiener Kunstschule in den Klassen der Malerei und Keramik
"Malerei ist meine Leidenschaft und ein großartiges Handwerk." Aus welcher Perspektive wird Kunst gelebt, gesehen und beurteilt? Meine Intention ist es, altes Wissen und Erfahrungen in der Malerei in die Gegenwart zu tragen.

Es ist der Anspruch des sehr zurückgezogen lebende Küntlers, dass er ebenso auf die Qualität achte.
Was hat der Künstler davon, herrliche Gemälde zu schaffen, die in ein paar Jahren vergilben?
Der Umgang mit dem Material lehrte ihn, auf die Qualität zu achten. Deshalb reibe er unter andern die Ölfarbe auch selbst an. Was dazu benötigt wird: eine gerauhte Glasscheibe, das erforderliche Pigment, Leinöl und den Glasschieber. Natürlich muß man dabei achten, dass die Farbe weder zu dick, noch zu dünn angerieben wird.

http://www.wolfgangrehor.com/

 

Künstler 07/08

Adi Nemec

Adi Nemec lebt in Graz, wo auch der Großteil seiner Werke entsteht. Die Wahl seiner Mittel, Gedanken oder eine Idee umzusetzen, "sichtbar" zu machen, ist uneingeschränkt. Es werden von ihm sowohl herkömmlich bekannte Techniken als auch neue in Verwendung gebracht. Die Palette reicht von Experimentalfilmen über dreidimensionale Projekte bis hin zu beständigen Leinwänden sowie Collagen. Seit 1996 wurden von ihm auch die Gebiete der Computertechniken in den Bereich der Gestaltungsmöglichkeiten übernommen. Sein Hauptthema könnte man den Bereich des Expressionismus - und hier speziell hervorgehoben die Mystik von Städten - zuordnen. Auch spielt immer wieder der Akt als Tanz eine zentrale Rolle in seinen Werken. Reisen (Spanien, Griechenland, Frankreich, Deutschland) zeigten ihm den internationalen Weg in der Malerei. Seine Einzel- u. Kollektivausstellungen (BRD, FR, USA, Spanien) fanden dabei starke Beachtung und Anerkennung. Seine Bilder sind Sammelobjekte und weltweit präsent.

http://www.adinemec.com/

 

Künstler 06/08

Komarek Robert

Seit langem schon hatte er die weibliche Schönheit als stete und heimtückische Quelle monströser Desaster begreifen gelernt. Hatte versucht sich zu hüten. Umsonst. Das schwarze, kühle Metall seiner Kamera wirkte auf junge Göttinnen magnetisch; eben diese köstlichen, duftenden, süßen Wesen, die niemals genug bekamen: sich so anhand immer neuer Photos ihrer Göttlichkeit versichern ließen; Narzissmus in Blond und Schwarz und Sehr Blond - egal. Sie alle witterten, wie fabelhaft der Finger am Auslöser ihre Anmut geradezu potenzierte, und sie alle wollten diesen Rang von Unsterblichkeit, wenn er vielleicht auch nur bis zur nächsten Ecke galt. Mit 17 oder 18 saß selbst wirklichen Schönheiten bereits die Angst vorm Altwerden heimlich im Nacken.
Tanner wusste es, wusste auch um sein photographisches Auge, das sogar explizit Hässliche noch gefällig gemacht hätte und ließ sich auf allerlei ein.
Am Ende trug er den Ruf des Letzten Bohemien seines Gymnasiums, und er wusste nicht, ob mit Stolz oder voll Schande. Seine Kunst drohte ihm über den Kopf zu wachsen, und die Zahl verwickelter Beziehungen waren Legion geworden. So wendete er sich fortan ab vom Sujet weiblicher Schönheit, sogar mit einer gewissen Konsequenz, nahm die Stelle bei Reuter's an und widmete sich aktuelleren Themen. Wie er glaubte. (...)

http://www.robert-komarek.at

 

Künstler 05/08

Marc Dion

Fragen zur Geschichte des Naturbildes und -verständnisses beschäftigen den amerikanischen Künstler Mark Dion seit mehr als zwanzig Jahren. Seine Installationen, Interventionen, Plastiken und Fotoprojekte befassen sich mit dem Kulturkomplex „Natur“, der sich aus verschiedenen Quellen aufbaut: Biologie, Philosophie, Populärkultur und Künste. Seine visuell eindringlichen Werke regen die Betrachter an, ihre Überzeugungen, Wünsche und Vorurteile bezüglich der sozialen Kategorie „Natur“ zu hinterfragen.

Dion arbeitet häufig mit naturkundlichen und naturwissenschaftlichen Institutionen zusammen, glaubt aber, dass die Wissenschaft kein Monopol auf Naturdefinitionen hat. Für sein Projekt hat Dion die Ausstellung „Concerning Hunting“ entwickelt und erforscht die traditionsreiche und kontroverse „Kultur der Jägerei“. In der Praxis ist der Jagdsport von einem Grundwiderspruch belastet, nämlich dass die Jäger als Gruppe einerseits sehr natursensibel sind und hohes Naturwissen zeigen, andererseits diesem Naturbezug dadurch Ausdruck geben, dass sie Tiere töten. Mark Dion geht es nicht um eine platte Verdammung des Waidwerks. Zum einen hat er selbst gejagt, zum anderen weiß er, welche Schlüssel- und Vorreiterrolle Jagd und Jäger in der modernen Tierschutzbewegung gespielt haben.

http://www.markdionsbartramstravels.com

 

Künstler 04/08

Carsten Höller

Höller studierte in Kiel Agrarwissenschaft und habilitierte in Phytopathologie. Noch während seiner Arbeit als Naturwissenschaftler begann er in den 80er Jahren, das Experiment als Verfahren auch in künstlerischen Arbeiten zu realisieren.[1][2] Bereits 1993 stellte Höller im "Aperto"-Teil der Biennale Venedig auf, auf der er schließlich 2005 gemeinsam mit Miriam Bäckström den schwedischen Pavillon bespielte. Seine Arbeiten fordern oftmals den Betrachter zur Teilnahme auf, um auf sehr direkte Weise ästhetische oder emotionelle Erfahrungen hervorzurufen, wie die gigantischen Rutschen, die er 2006 in der Turbinenhalle der Tate Gallery in London installierte.[3][4]

2005 stand Höller auf Rang 40 des Kunstkompass, 2007 auf Rang 34[5]. Er lebt und arbeitet in Köln und Stockholm.

http://www.airdeparis.com/holler.htm#

 

Künstler 03/08

Ian Paradine

Ian Paradine (B.A.Joint Hon Visual Arts) wurde 1961 als Sohn einer österreichischen Mutter und eines englischen Vaters in London geboren. Ende der 60-er Jahre emigrierte er mit seinen Eltern und seinen beiden jüngeren Schwestern nach Australien. Dort studierte er Malerei am Preston Institut in Melbourne (1981-82). Unter seinen Lehrmeistern befanden sich u.a. zwei sehr anerkannte australischen Maler: Peter Booth und Dale Hickey.

1984 erhielt Paradine, nach einem Jahr Studioarbeit, ein Reisestipendium der Australischen Regierung, um seine künstlerischen Fähigkeiten in Europa zu verbessern. Als praktizierender Künstler unternahm Paradine im Laufe des nächsten Jahrzehntes zahlreiche Reisen in alle Kontinente und lebte für längere Zeit in Indien, Deutschland und England.

“Dies war für mich eine intensive Zeit der Selbstfindung. Eine Zeit, in der es darum ging, meinen Platz in der Welt zu entdecken. Dafür musste ich reisen und die Welt sehen! Als junger Mensch war ich extrem unruhig und spürte ständig das Verlangen, zu entdecken und zu erfahren…Es dauerte tatsächlich eine ziemlich lange Zeit, bis ich den Frieden in mir verspürte, mit dem ich heute lebe und arbeite!"

In den Jahren 1997-1998 besuchte Paradine wiederum die Universität. Diesmal war es das Camberwell College of Art in London, wo er nach zwei Jahren sein Kunststudium erfolgreich beendete.

http://23changes.my-expressions.com/ian-paradine.html

 

Künstler 02/08

Leander Kaiser

Leander Kaiser wurde 1947 in Innsbruck geboren und studierte von 1966-1968 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof. Max Weiler.
Der Künstler nahm aktiv teil an der Studentenbewegung der Jahre 1968. Zudem studierte er Philosophie an der Universität Wien, und schloss seine Studien 1979 mit einer Dissertation über die Hegelsche Ästhetik ab. Nach achtjähriger Unterbrechung Wiederaufnahme der künstlerischen Tätigkeit in den frühen Achtzigerjahren.
Seit 1984 ist Kaiser als freischaffender Künstler tätig. Daneben setzt er seine theoretische und publizistische Arbeit fort.1971/72 längerer Aufenthalt in Madrid, 1996/97 und 1999/2000 je fünf Monate in New York und Rom.
Seit 2000 Vorlesungen an der Akademie der bildenden Künste in Wien, der Universität Klagenfurt und Referate bei internationalen Symposien in Moskau und Wien. Leander Kaiser lebt und arbeitet derzeit wieder hauptsächlich in Wien.

http://www.leanderkaiser.com/

 

Künstler 01/08

Andrea Geyer

Andrea Geyer inszeniert soziale Interaktionen oder Navigationen durch (Stadt-)Räume als Orte der Produktion von Kultur und Quellen unserer Erfahrungen. Das Projekt umkreist die Themen Stadt, Nation und Staatsbürgerschaft und deren Rolle bei der Schaffung von individuellen und staatlichen Handlungsräumen am Beispiel der Vereinigten Staaten.
Daraus ergeben sich Fragen nach der Definition des Öffentlichen bzw. des öffentlichen Raumes und dessen Kontrolle sowie nach den Möglichkeiten, diesen demokratisch zu nutzen.

http://www.andreageyer.info/